Seelsorge für Familien

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Auf den Spuren 

des Heiligen Franziskus 

Am Freitag, den 21. Mai 2010 ging es los: Wir waren eine bunt gemischte Gruppe von 11 Leuten ab 16 Jahren mit und ohne Handicap auf dem Weg nach Assisi. Dafür machte ich eine Fortbildung zur Inklusionsassistentin, um besser helfen zu können. Da die Fahrt dorthin sehr lang ist, machten wir auf dem Hin- und Rückweg einen Zwischenstopp in der Schweiz, und zwar in Beromünster, nahe Luzern. Dort übernachteten wir im Haus der Salesianer. Pater Alfons, der uns begleitete, gehört den Salesianern an. Am nächsten Morgen ging es dann weiter über die Grenze nach Italien. Wir kamen erst abends in Assisi an und waren alle ziemlich geschafft. Unsere Unterkunft war ein großes Haus, die Casa de Bene, das Haus der Sießener Schulen. Dazu gehört ein riesiger Garten. Einige Tage nach unserer Ankunft bauten ein paar von uns ein Labyrinth aus reinem Naturmaterial. Bei einem Abendimplus gingen wir miteinander den Weg durch das Labyrinth.

Und nun zu unseren Ausflügen in und um Assisi:

Am Sonntagnachmittag, also dem ersten Tag nach unserer Ankunft, besuchten wir das Elternhaus des Heiligen Franziskus, italienisch: San Francesco, und den Tuchladen seines Vaters. Dort konnten die blinden Jugendlichen unter uns vieles erfühlen, wie zum Beispiel die Statuen der Eltern von Franziskus mit der berühmten Kette. Diese erinnert daran, dass die Mutter ihren Sohn befreit hat als der Vater ihn eingesperrt hatte.

 

Am nächsten Tag ging es hoch hinauf, und zwar auf die Burg von Assisi, die „Rocca Maggiore“. Schwester Dorothea wusste unheimlich viel über den Heiligen Franziskus zu berichten. Die Kirchen, die wir besichtigten, waren so beeindruckend, das es uns die Sprache verschlug. Ein besonders schöner Moment war der Anblick des Kreuzes in der Kirche „Santa Chiara“, welches laut Legende zum heiligen Franziskus gesprochen haben soll, dies hat sein Leben von Grund auf verändert. 

Am Donnerstag ging es schon um 5 Uhr morgens los. Ziel: der Monte Subasio. Zuerst fuhren wir mit Autos, den Rest stapften wir hoch. Von oben hatten wir einen wunderschönen Blick auf Assisi. Gegen Mittag waren wir in Carceri. In diese Höhlen mitten im Wald zog sich Franziskus gelegentlich mit seinen Freunden zurück. Hier hielt Pater Alfons einen Gottesdienst mit uns im Freien. Es war einfach nur wunderbar: wir beteten und sangen zu Gott. Dazu der säuselnde Wind und das Zwitschern der Vögel. So muss es dem Heiligen Franziskus gegangen sein, der übrigens auch zu Vögeln sprach.

Was mich in diesen Tagen besonders beeindruckt hat, das war die Erfahrung von Gemeinschaft und gegenseitigem Helfen! Es war eine wunderschöne Zeit, und uns alle haben die 10 Tage Assisi zusammengeschweißt!

Einen Dank an alle Teilnehmer und an die Organisatoren: Schwester Dorothea (Franziskanerin), Pater Alfons Blüml (Salesianer) und Raphael Schäfer (Gemeindereferent im Dekanat Stuttgart)!

Und ein Dank an alle, dass ich diese Reise mitmachen konnte!

Eure Candida Bilger vom Jugendreferat Stuttgart!

 

Danke Candida für Deinen Bericht über die Fahrt und Deine engagierte Mitarbeit. Ich denke, es war für uns alle eine sehr erfüllte Zeit, in der es Gott und viele Menschen mit uns gut gemeint haben. Und so ich wünsche uns allen: Ein Wiedersehen in Assisi.

Übrigens, für alle Menschen, die Tipps für inklusive Exerzitien in Assisi suchen gibt es unter diesem Link noch weitere Informationen als PDF-Datei:

Tipps für Inklusive Exerzitien

Raphael Schäfer, Seelsorge für Familien mit behinderten Kindern in Stuttgart